Manche Flugzeuge haben versteckte Mängel.
Diese Flugzeuge wurden entwickelt und getestet, ohne dass Probleme entdeckt wurden. Sowohl die Besatzung als auch in einigen Fällen die Passagiere mussten mit den oft tragischen Folgen fertig werden.
Das sind dann die Flugzeuge, die gefährlicher sind, als sie hätten sein sollen:
10: Tupolev Tu-104

Die sowjetische Tu-104 war für eine kurze Zeit das einzige Düsenverkehrsflugzeug der Welt, nachdem die britische Comet eingestellt worden war. Besonders sicher war sie allerdings nicht. Die Steuerung war schwerfällig, die Stabilität war problematisch und die stark gepfeilten Tragflächen machten die Handhabung schwierig. Sie neigte dazu, sich heftig aufzurichten oder in einen unkontrollierbaren Sturzflug überzugehen, wenn sie abgewürgt wurde.
Dies führte dazu, dass die Piloten im Landeanflug auf Flughäfen 50 km/h schneller als die vorgesehene Geschwindigkeit flogen, was oft zu Problemen bei der Landung führte. 1958 gingen drei Flugzeuge bei Unfällen verloren, und auch in den Folgejahren kam es immer wieder zu Abstürzen.
10: Tupolev Tu-104

32 Flugzeuge gingen bei Unfällen verloren, bevor das Flugzeug 1979 aus dem kommerziellen Dienst genommen wurde. Das russische Militär setzte sie bis 1981 ein, als eine Tu-104 aufgrund unsachgemäßer Beladung abstürzte und 16 sowjetische Marineadmiräle dabei ums Leben kamen.
Mit insgesamt 201 gebauten Flugzeugen wies die Tu-104 eine Verlustrate von 16% auf, besser als die nächstfolgende Maschine, aber wesentlich schlechter als fast jedes andere jemals gebaute Düsenflugzeug.
9: de Havilland Comet

Die British Comet war das erste düsengetriebene Verkehrsflugzeug der Welt, als sie im Mai 1952 von BOAC (British Overseas Airways Corporation) in Dienst gestellt wurde und eine goldene Zukunft ankündigte. Doch diese Erwartungen wurden nicht erfüllt. Am 26. Oktober 1952 kam eine BOAC-Maschine auf dem Flughafen Ciampino in Rom von der Startbahn ab.
Vier Monate später geschah dasselbe mit einer Comet, die in Karachi gestartet war, wobei alle 11 Menschen an Bord ums Leben kamen. Letztlich konnte das Problem durch eine Änderung der Flügelvorderkante gelöst werden, aber es sollte noch viel schlimmer kommen.
9: de Havilland Comet

Im Januar 1954 stürzte eine Comet über dem Mittelmeer ab, wobei alle Insassen ums Leben kamen. Nach einer kurzen Untersuchung wurde die Comet im März wieder in Betrieb genommen. Zwei Wochen später verschwand eine weitere Maschine in der Nähe von Neapel. Für die Comet wurde ein Flugverbot verhängt, und eine gründliche Untersuchung begann.
Es wurde festgestellt, dass der Rumpf des Flugzeugs unter Metallermüdung litt, was durch das dünne Metall, das zur Gewichtseinsparung verwendet wurde, noch verschärft wurde. Eine Neukonstruktion des Flugzeugs löste das Problem, aber der Ruf war bereits dauerhaft geschädigt. Von den insgesamt 114 gebauten Comets gingen 25 verloren.

















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