Der gefährliche Luftraum während des Kalten Krieges war noch bedrohlicher, als oft angenommen wird.
Mehrere Male schossen sowjetische Luftabwehrsysteme Kampfflugzeuge aus den USA ab. Diese heute weitgehend vergessenen Vorfälle verdeutlichen die erschreckende Gefährlichkeit des Flugverkehrs während des Kalten Krieges. Hier sind 10 oft schockierende Beispiele dafür, wie die Sowjets im Kalten Krieg US-Kampfflugzeuge abgeschossen haben.
BILD: Der US-Pilot Gary Powers mit der U-2; er wurde im Mai 1960 in dem Flugzeug abgeschossen.
10: 8. April 1950 – PB4Y-2 Privateer

Die PB4Y-2 Privateer war ein bewährter Patrouillenbomber der US-Marine, der aus dem Bomber B-24 umgebaut wurde. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg eingesetzt und diente später als Aufklärungsflugzeug.
Ihre große Reichweite und ihre große Flugzeugzelle machten sie für Überwachungsaufgaben wie Seeaufklärung und elektronische Aufklärung geeignet.
Während des Kalten Krieges führten Privateers geheime Missionen durch, um feindliche Radarsysteme und Kommunikation abzufangen und zu untersuchen. Die meisten Missionen hatten zum Ziel, feindliche Abfangmaßnahmen zu provozieren und Luftverteidigungskommunikation aufzuzeichnen. Diese risikoreichen Flüge drangen in umkämpften Luftraum vor und sammelten wichtige elektronische Informationen für US-Militäranalysten.
10: 8. April 1950 – PB4Y-2 Privateer

Am 8. April 1950 wurde eine VP-26 PB4Y-2 Privateer über der Ostsee von sowjetischen La-11-Kampfflugzeugen abgefangen. Sie wurde abgeschossen, wobei alle zehn Besatzungsmitglieder ums Leben kamen – allerdings gab es Gerüchte, dass acht von ihnen gefangen genommen und in ein Gefangenenlager gebracht wurden. Berichten zufolge wurde das Flugzeug sogar nach dem Absturz noch angegriffen.
Dies war eine der ersten tödlichen Konfrontationen zwischen den Streitkräften der USA und der Sowjetunion im Kalten Krieg.
Mehrere Privateers, die an die nationalchinesische Luftwaffe ausgeliehen waren, wurden bei ähnlichen Einsätzen ebenfalls von kommunistischen chinesischen Kampfflugzeugen abgeschossen. Diese Flugzeuge, die zur Spionage und zum Abhören von Funksignalen eingesetzt wurden, operierten oft tief in feindlich kontrolliertem Luftraum. Trotz ihres Wertes für den Nachrichtendienst waren die Privateers verwundbar und wurden häufig Opfer der eskalierenden Spannungen im Kalten Krieg.
9: 28. Januar 1964 - T-39 Sabreliner

Am 28. Januar 1964 wurde eine T-39 Sabreliner der US-Luftwaffe während eines Routinetrainingsfluges in der Nähe von Erfurt in Ostdeutschland von einer sowjetischen MiG-19 abgeschossen. Der unbewaffnete Jet war an einem bewölkten Winternachmittag von der Wiesbaden Air Base gestartet, aber Berichten zufolge aufgrund eines Navigationsfehlers oder der Wetterbedingungen in den ostdeutschen Luftraum geraten.
















