Die ersten Menschen, die sich in die Lüfte erhoben, waren Franzosen: Jean-François Pilâtre de Rozier und François Laurent d'Arlandes schrieben Geschichte, als sie 1783 in einem Heißluftballon aufstiegen.
Seitdem ist Frankreich nicht nur eine Pioniernation der Luftfahrt geblieben, sondern hat sich auch einen Ruf für besonders stilvolle und elegante Flugzeugkonstruktionen erworben. Kürzlich haben wir unsere Leserschaft gefragt, welche französischen Flugzeuge sie für die schönsten halten. Die Abstimmung ergab eine spannende Mischung - voilà, hier sind die Ergebnisse:
10: Dassault Falcon 20

Die Falcon basierte auf dem Jagdbomber Dassault Mystère IV und absolvierte ihren Erstflug am 4. Mai 1963, noch vor dem berühmten amerikanischen Lear Jet 23.
Da es Dassault nicht gelang, auf dem potenziell lukrativen amerikanischen Markt Fuß zu fassen, schloss sich das Unternehmen mit der amerikanischen Fluggesellschaft Pan-Am zusammen, um den Privatjet zu vermarkten. Die Falcon 20 erwies sich als so erfolgreich, dass sie bis 1988 produziert und dann durch modernere Modelle der Falcon-Familie ersetzt wurde.
Eine inhärente Schwäche kleiner Jets ist ihre mangelnde Umweltfreundlichkeit. Umso erfreulicher war es, als im November 2012 eine Falcon 20 als erster ziviler Jet mit 100 Prozent Biotreibstoff flog. Insgesamt wurden beeindruckende 500 Flugzeuge produziert, die die Basis für die größere Falcon-Serie bilden.
9: Bréguet 1001 Taon

Die schöne Taon wurde 1953 beim NATO-Wettbewerb für leichte Jagdflugzeuge vorgestellt. Die Fiat G91 besiegte die Taon (unter anderem), aber Frankreich bestellte weder die Fiat noch die Bréguet.
Vor ihrer Ausmusterung stellte die Maschine am 25. April 1958 mit 1046,65 km/h einen internationalen Geschwindigkeitsrekord auf einer 1000 km langen geschlossenen Strecke auf. Vier Monate später verbesserte sie diesen Rekord um 61 km/h.
Die Taon war zierlich und funktional mit einer Spannweite von nur 6,8 Metern und einem Gesamtgewicht von 5 Tonnen. Angetrieben wurde sie von einem Orpheus B.Or.3-Triebwerk. Der für die Taon charakteristische Düseneinlauf befand sich über der Kanonenöffnung. Bewaffnet war die Taon mit vier 12,7 mm Colt-Browning Maschinengewehren.
Die Taon war alles andere als ein Fehlschlag, denn sie führte zu dem größeren zweimotorigen Konzept Breguet Br.121, das die Grundlage für den Jagdbomber SEPECAT Jaguar bildete. Die Jaguar wurde von 1972 bis 2008 produziert und ist heute noch bei der indischen Luftwaffe im Einsatz.
8: Mirage III/5/50

Der dreieckige Deltaflügel ist stark, kann viel Treibstoff aufnehmen und ist effizient für den Überschallflug. Französische Unternehmen hatten sich schon seit einiger Zeit mit dem Delta beschäftigt. 1942 flog die Payen PA-22 mit einem unorthodoxen Delta mit geraden Flügeln und großen Vorflügeln, 1954 folgte die Payen Pa 49 Katy.
Die Geschichte der Mirage begann mit der winzigen MD.550 Mystère Delta, die 1955 als Prototyp für ein leichtes Jagdflugzeug mit gemischtem Antrieb (Düsen- und Raketenantrieb) flog. Dieser erwies sich als zu klein, was zur Vergrößerung der Mirage II und der noch ehrgeizigeren Mirage III führte. Die Mirage III flog erstmals am 17. November 1956 und wurde 1961 in Dienst gestellt.








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