Die US-Marine ist bekannt dafür, dass sie von ihrer riesigen Flugzeugträgerflotte aus die besten Marineflugzeuge aller Zeiten einsetzt, und wir haben dies kürzlich online gefeiert.
Aber sie hat auch einige der schlechtesten Kampfflugzeuge eingesetzt, die je von einem Flugzeugträger gestartet sind – obwohl es ohnehin schon extrem anspruchsvoll ist, ein Flugzeug für den Trägereinsatz zu bauen. Werfen wir also einen Blick auf zehn der problematischsten Trägerflugzeuge, die jemals in den Dienst der US Navy gestellt wurden – und ziehen den Hut vor den mutigen Pilotinnen und Piloten, die sie trotzdem geflogen haben.
10: North American A-5C Vigilante

In die Vigilante wurden zahlreiche damals hochmoderne Technologien integriert, darunter eine Fly-by-Wire-Steuerung sowie ein bewegliches Seitenleitwerk – beides für die Zeit äußerst fortschrittlich.
Eine Innovation jedoch funktionierte nicht wie geplant: der ungewöhnlich konstruierte Bombenschacht. Zwar lag er logisch zwischen den beiden Triebwerken, doch die Bomben wurden nicht nach unten, sondern nach hinten – zwischen den beiden Triebwerksauslässen hindurch – ausgestoßen.
Leider folgten die Bomben nicht wie geplant einem sauberen ballistischen Bogen Richtung Ziel – sondern gerieten ins Kielwasser der Vigilante und wurden vom Luftstrom regelrecht mitgerissen.
Dieser eklatante Nachteil führte dazu, dass die US-Marine das Flugzeug schließlich nur noch als Aufklärer einsetzte. In dieser Rolle schlug sich die Vigilante durchaus gut – auch wenn sie dabei zu den teuersten Fotoapparaten gehörte, die je über einem Kriegsschauplatz flogen.
9: McDonnell F3H Demon

Mit dem Auftauchen der sowjetischen MiG-15 in Korea wurde dieses Flugzeug jedoch 1951 in die Massenproduktion gegeben, wobei 150 Stück bestellt wurden. Leider waren die ersten F3H-1N so schlecht, dass die US-Marine die meisten von ihnen nicht flog, sondern sie nur zu Übungszwecken einsetzte.
Grund dafür war das Westinghouse J40-Triebwerk, das nur die Hälfte des versprochenen Schubs erzeugte und zudem anfällig für Kompressorabwürfe war. Es wurden nur 35 N1-Modelle gebaut, von denen acht in Unfälle verwickelt waren, bei denen vier Piloten ums Leben kamen.
Um ein leistungsstärkeres Triebwerk einzubauen, mussten die Tragflächen und der Rumpf umgestaltet werden. Die F3H-2 wurde 1956 mit dem Allison J71 in Dienst gestellt. Dieses Triebwerk bot mehr Leistung als das J40, wenn auch immer noch nicht genug, und war außerdem anfällig für Überziehvorgänge.
Die F3H-2 war nicht so schlecht wie das Vorgängermodell, zeigte aber immer noch schlechte Leistungen und wurde ab 1962 durch die F4H Phantom II ersetzt.
8: Ryan Fireball

Bei der Fireball trieb ein 1350 PS starker Wright-Cyclone-Motor einen Propeller im Bug an, während im Heck ein General Electric J31-Turbotriebwerk mit einem Schub von rund 7,1 kN installiert war.
Der Erstflug fand im September 1944 statt. Doch leider gingen die ersten drei Prototypen verloren – offenbar aufgrund struktureller Schwächen.















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