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Top 11: Schöne britische Flugzeuge

Eine Leserwahl von Hush-Kit

Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters – und gerade bei Flugzeugen scheiden sich oft die Geister, was als „schön“ gilt. Die Leser der Luftfahrt-Website Hush-Kit haben sich dieser Herausforderung gestellt und die ästhetisch ansprechendsten britischen Flugzeuge gewählt.

Die Auswahl war für die Leser nicht leicht, denn die britische Luftfahrtgeschichte hat viele faszinierende Konstruktionen hervorgebracht. Internationale Kooperationsprojekte wie die legendäre Concorde oder der moderne Eurofighter Typhoon wurden dabei bewusst ausgeklammert – der Fokus liegt auf rein britischen Entwicklungen.

Lassen Sie uns eintauchen in die Top 11 der elegantesten Flugzeuge von der Insel – eine Sammlung fliegender Kunstwerke, die britisches Ingenieursgeschick mit zeitloser Ästhetik verbinden.


11: de Havilland DH.106 Comet

 de Havilland DH.106 Comet

De Havilland hatte sich über Jahrzehnte einen exzellenten Ruf für elegante Flugzeugkonstruktionen erarbeitet. Von den formschönen Doppeldeckern der 1920er Jahre über das viermotorige Verkehrsflugzeug DH.91 Albatross bis hin zum legendären Kampfflugzeug Mosquito – das Unternehmen bewies immer wieder sein Gespür für die perfekte Verbindung von Form und Funktion.

Die Entwicklung des Düsenjägers Vampire während des Zweiten Weltkriegs verschaffte de Havilland einen entscheidenden Technologievorsprung. Diese einzigartige Kombination aus Erfahrungen im Hochgeschwindigkeitsflug, im Verkehrsflugzeugbau und in der Düsentechnologie bildete die ideale Basis für eine Revolution: den Bau des weltweit ersten Düsenverkehrsflugzeugs.

Das Ergebnis war die Comet – ein wahres Meisterwerk der Luftfahrttechnik. Mit ihren elegant in die Tragflächen eingelassenen Triebwerken, der perfekt stromlinienförmigen Gestalt und der blanken Aluminiumhaut setzte sie neue Maßstäbe in Sachen Ästhetik und markierte den Beginn einer neuen Ära der Luftfahrt.


11: de Havilland DH.106 Comet

 de Havilland DH.106 Comet

Als die Comet 1949 der Öffentlichkeit präsentiert wurde, schien die Zukunft des Luftverkehrs greifbar geworden zu sein. In einer Zeit, in der noch knatternde Kolbenmotoren wie die der DC-3 den Himmel beherrschten, wirkte die Comet wie ein Besucher aus einer anderen Welt. Als erstes Düsenverkehrsflugzeug versprach sie Reisegeschwindigkeiten und Flughöhen.

Doch der silberne Traum wurde zum Albtraum: Mehrere tragische Abstürze, verursacht durch damals noch unbekannte Materialermüdung, überschatteten die revolutionäre Entwicklung. Obwohl die späteren Versionen diese Probleme überwanden, hatte die Comet ihren Vorsprung verloren.

Bis heute gilt die Comet als Inbegriff eleganten Flugzeugdesigns. Die vier Triebwerke, kunstvoll in die Tragflächen integriert, bildeten eine ästhetisch perfekte Lösung – ganz im Gegensatz zu den später üblichen Triebwerksgondeln unter den Tragflächen. Als militärisches Seeaufklärungsflugzeug Nimrod flog die Konstruktion noch bis 2011, doch in ihrer ursprünglichen Form als Verkehrsflugzeug erreichte sie ihre größte gestalterische Vollendung.

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10: Blackburn Buccaneer

 Blackburn Buccaneer

Die 1958 eingeführte Buccaneer bricht mit klassischen Schönheitsidealen der Luftfahrt – und schafft dabei etwas ganz Eigenes. Als Marineangriffsflugzeug für die Royal Navy konzipiert, strahlt sie eine fast industrielle Robustheit aus. Ihre Erscheinung verspricht genau das, was sie leisten soll: Tiefflug-Angriffe auf feindliche Schiffe unter härtesten Bedingungen.

Ein besonderes Merkmal sind ihre klappbaren Flügel – eine Notwendigkeit auf den beengten Flugzeugträgern. Gerade wenn die Tragflächen ausgeklappt sind, entwickelt die Buccaneer eine beeindruckende Präsenz. Wie die English Electric Lightning besticht sie durch ihre schiere Größe, die jeden Hangar zu dominieren scheint.

Die Buccaneer verkörpert eine andere Art von Schönheit: Nicht elegant und filigran, sondern kraftvoll und zweckorientiert. Sie ist der architektonische Beweis dafür, dass auch pure Funktionalität eine eigene Ästhetik entwickeln kann.


10: Blackburn Buccaneer

 Blackburn Buccaneer

Ein besonderes Designmerkmal der Buccaneer ist ihre außergewöhnliche Heckpartie: Eine elegante, lange Kurve, die sich bereits ab der Rückenmitte nach oben schwingt, verleiht dem sonst so robusten Flugzeug eine überraschend dynamische Note.

Das markante Heck wird durch ein weiteres charakteristisches Element gekrönt: eine bananenförmig geschwungene Luftbremse, die aus dem Rumpf herausragt. Diese Kombination macht das Heck der Buccaneer zu einem der spektakulärsten Designs der Luftfahrtgeschichte.


9: English Electric Lightning

 English Electric Lightning

Manche Flugzeuge sind nicht im klassischen Sinne schön – sie beeindrucken durch pure Aggressivität und kompromisslose Funktionalität. Die Lightning ist dafür das perfekte Beispiel: Mit ihrem gefährlich wirkenden Stachelkegel, der aus dem „aufgerissenen Maul“ des Lufteinlaufs ragt, und den extrem gepfeilten Tragflächen von 60 Grad vermittelt sie selbst am Boden den Eindruck extremer Geschwindigkeit.

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Eine technische Notwendigkeit führte zu einem weiteren charakteristischen Designmerkmal: Da das Fahrwerk große Teile der Flügelunterseite beanspruchte, mussten Zusatztanks und Bewaffnung über den Tragflächen montiert werden. Auch die Positionierung der beiden Standard-Luftkampfraketen unter dem Vorderrumpf war höchst ungewöhnlich.

Die Lightning ist kein Flugzeug von klassischer Schönheit, aber gerade ihre kompromisslose, fast aggressive Erscheinung macht sie zu einer faszinierenden Konstruktion.


9: English Electric Lightning

 English Electric Lightning

Die aggressive, futuristische Erscheinung der Lightning wurde durch ihre blanke Aluminiumhaut noch verstärkt – ein Look, den sie den Großteil ihrer Dienstzeit beibehielt. Das wuchtige Heck und die beeindruckenden Proportionen unterstrichen den furchteinflößenden Charakter. Besonders die Höhe des Jägers verblüfft: Mit mehr als fünf Metern überragt sie sogar eine ausgewachsene männliche Giraffe.

Doch das wohl ungewöhnlichste Konstruktionsmerkmal neben den extrem gepfeilten Tragflächen waren die übereinander angeordneten Triebwerke – eine Konfiguration, die kein anderes Kampfflugzeug je in Serie verwendete. Die beiden vertikal gestapelten Düsen am Heck machten die Lightning zu einer einzigartigen Erscheinung am Luftfahrthimmel.


8: Avro Vulcan

 Avro Vulcan

Ein Start der Avro Vulcan war ein unvergessliches Spektakel für alle Sinne: Die gewaltige dreieckige Silhouette, die sich majestätisch in den Himmel erhob, begleitet von einem ohrenbetäubenden Donnern der Triebwerke – ein Schauspiel, das jede Opernaufführung in den Schatten stellte. Als der RAF-Bomber 1952 zum ersten Mal abhob, läutete er eine neue Ära der Luftfahrt ein.

Die frühen Versionen der Vulcan beeindruckten durch ihre gerade Flügelvorderkante, die dem Flugzeug eine zeitlos futuristische Erscheinung verlieh. Der außergewöhnlich dicke Deltaflügel vermittelte trotz seiner eleganten Form einen Eindruck massiver Stabilität. Dabei war die Vulcan eine technische Besonderheit: Obwohl sie als einer der ersten britischen Bomber mit Deltaflügeln ausgestattet war, blieb sie ein Unterschallflugzeug.

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8: Avro Vulcan

 Avro Vulcan

Die Vulcan entwickelte eine fast tragische Schönheit: Als Träger nuklearer Waffen konzipiert, bestach sie durch ihre elegante Erscheinung – besonders in der weißen „Anti-Flash“-Lackierung, die die Besatzung vor der Blendwirkung atomarer Explosionen schützen sollte.

Mit ihrer einzigartigen Formgebung überstrahlte die Vulcan ihre Zeitgenossen: Weder die konventionelle Vickers Valiant noch die futuristische Handley Page Victor konnten eine solche Faszination entwickeln. Bis heute hat die Vulcan eine treue Fangemeinde. Glücklicherweise musste sie ihre ursprüngliche Aufgabe als Atomwaffenträger nie erfüllen. Stattdessen bewies sie ihre konventionellen Fähigkeiten 1982 im Falklandkrieg – ein versöhnlicher Aspekt in der Geschichte dieses außergewöhnlichen Flugzeugs.


7: Vickers VC10

 Vickers VC10

Die VC10 entstand an einem legendären Ort: Brooklands in Surrey, einer Wiege britischer Geschwindigkeitsrekorde. Hier, wo sich Autorennstrecke und Flugzeugindustrie kreuzten, hatte schon die Hurricane ihren Jungfernflug absolviert. Auch der ambitionierte TSR-2-Bomber wurde hier entwickelt – die Tradition von Hochleistung und Innovation prägte den Standort.

Die VC10 führte dieses Erbe würdig fort: Mit einer regulären Reisegeschwindigkeit von Mach 0,94 gehörte sie zu den schnellsten Verkehrsflugzeugen ihrer Zeit. Nur die Überschall-Giganten Concorde und Tupolev Tu-144 waren schneller. Eine Anekdote erzählt von einem medizinischen Notfall, bei dem eine VC10 sogar Mach 0,95 erreichte.


7: Vickers VC10

 Vickers VC10

Die VC10 verkörperte perfekte aerodynamische Harmonie. Anders als bei modernen Verkehrsflugzeugen, deren massive Triebwerke unter den Tragflächen hängen müssen, erlaubten die kompakteren Aggregate der VC10 eine elegantere Lösung: Ein Quartett von Düsentriebwerken, kunstvoll am Heck gruppiert.

Das charakteristische T-Leitwerk – ein Markenzeichen britischer Jet-Konstruktionen der 1950er Jahre – fand in der VC10 seine vielleicht schönste Umsetzung. In Kombination mit den elegant gepfeilten Tragflächen entstand eine dynamische Silhouette, die pure Geschwindigkeit ausstrahlte.

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6: de Havilland DH.103 Hornet

 de Havilland DH.103 Hornet

Wenn der legendäre Testpilot Eric „Winkle“ Brown – der mehr verschiedene Flugzeugtypen geflogen hat als jeder andere Pilot der Geschichte – die Sea Hornet als sein Lieblingsflugzeug bezeichnet, horcht die Fachwelt auf. Die Gründe für seine Begeisterung waren vielfältig: Die von der Mosquito übernommene Leichtbauweise, der extrem schlanke Rumpf und die gewaltigen Motorleistungen machten die Hornet zu einer überragenden Flugmaschine.

Im Kriegseinsatz bewährte sie sich vor allem in Malaya (heute Malaysia), wo sie Spitfire und Beaufighter als Erdkampfflugzeug ablöste. Mit über 4.500 Aufklärungs- und Unterstützungseinsätzen bewies sie ihre Vielseitigkeit. Eine ihrer dramatischsten Missionen war die Rettung der Überlebenden einer abgeschossenen Cathay Pacific DC-4 nahe der Insel Hainan im November 1954.


6: de Havilland DH.103 Hornet

 de Havilland DH.103 Hornet

Die Hornet verkörperte die Perfektion des kolbenmotorgetriebenen Jagdflugzeugs. Ihre Konstruktion folgte dem Prinzip „weniger ist mehr“. Sie markierte den Höhepunkt einer Entwicklung, die auf das Wesentliche reduziert war.


5: Handley Page Victor

 Handley Page Victor

Der Victor-Bomber vereinte scheinbar Unvereinbares: Die Geschwindigkeit eines Jagdflugzeugs mit der Größe eines strategischen Bombers. Als Meisterwerk britischer Luftfahrttechnik verkörperte er den technologischen Höhepunkt seiner Ära – eine beeindruckende Demonstration innovativer Ingenieurskunst.

Doch hinter der eleganten Erscheinung verbarg sich eine düstere Mission: Als Träger nuklearer Waffen war der Victor ein Kind des Kalten Krieges. Seine hochmoderne Technologie diente letztlich der Abschreckung im atomaren Wettrüsten.


5: Handley Page Victor

 Handley Page Victor

Die Frontansicht des Victor ist atemberaubend – sie verkörpert einen typisch britischen Zugang zum Futurismus. Wie eine „Kathedrale der Geschwindigkeit“ erhebt sich der Bomber: Die kantige, kristalline Cockpitsektion trifft auf einen aggressiv gestalteten Lufteinlass, gekrönt von einem majestätisch aufragenden T-Leitwerk.

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Diese einzigartige Kombination schuf eine völlig neue Flugzeugästhetik – nicht glatt und stromlinienförmig wie andere Konstruktionen dieser Zeit, sondern bewusst kantig und fast architektonisch in ihrer Formensprache.


4: de Havilland DH.88 Comet

 de Havilland DH.88 Comet

Die Geschichte der de Havilland Comet Racer von 1934 liest sich wie ein Märchen der Luftfahrt: Als Sir MacPherson Robertson ein Preisgeld von 10.000 Pfund (heute etwa 730.000 Euro) für ein Luftrennen von England nach Australien auslobte, wagte de Havilland das scheinbar Unmögliche. Während die Konkurrenz auf bewährte Flugzeuge setzte, entschied man sich für eine komplette Neuentwicklung.

Was folgte, war eine technische Meisterleistung: In nur neun Monaten entstand ein völlig neuartiges Flugzeug, das alle damals modernsten Entwicklungen der Luftfahrttechnik in sich vereinte. Von der ersten Skizze bis zum Siegesflug beim MacRobertson-Rennen vergingen weniger als 300 Tage.


4: de Havilland DH.88 Comet

 de Havilland DH.88 Comet

Die Comet war ihrer Zeit weit voraus: Das einziehbare Fahrwerk - 1934 noch eine technische Sensation – die innovative Holzbauweise mit spezieller Beplankung und die neuartigen Zweistufenpropeller machten sie zu einem fliegenden Technologielabor. Besonders beeindruckend war die Treibstoffkapazität: Trotz des extrem schlanken Rumpfes konnte die Maschine dank cleverer interner Tankanlage unglaubliche 4.667 Kilometer zurücklegen. Diese bahnbrechenden Entwicklungen bildeten später die Grundlage für die legendäre Mosquito des Zweiten Weltkriegs.

Ein flugfähiges Exemplar dieser Luftfahrtlegende hat überlebt: Die Comet G-ACSS ist heute der Stolz der Shuttleworth Collection in Old Warden, England. In dieser einzigartigen Sammlung historischer Flugzeuge steht sie neben anderen Meilensteinen britischer Luftfahrtgeschichte wie der eleganten Mew Gull und der Miles Hawk Speed Six.


3: de Havilland DH.98 Mosquito

 de Havilland DH.98 Mosquito

Die starke Präsenz von de Havilland-Konstruktionen in dieser Abstimmung ist kein Zufall – insbesondere die Mosquito begeistert die Luftfahrtenthusiasten bis heute. Viele Experten betonen dabei, dass Fotos der Mosquito ihre wahre Schönheit nur unzureichend einfangen können. Erst das Erlebnis einer fliegenden Mosquito, begleitet vom charakteristischen Klang ihrer beiden Merlin-Motoren, offenbart die volle Faszination dieser Maschine.

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Die Mosquito war ein Meisterwerk der Luftfahrttechnik: Als eines der vielseitigsten und effektivsten Kampfflugzeuge des Zweiten Weltkriegs verdankte sie ihren Erfolg vor allem ihrer überragenden Geschwindigkeit. Diese resultierte aus der perfekten Kombination einer aerodynamisch optimierten, leichten Holzkonstruktion mit zwei leistungsstarken Rolls-Royce Merlin V12-Motoren.


3: de Havilland DH.98 Mosquito

3S

Die Mosquito ist ein Lehrstück perfekter Proportionen: Selbst die etwas rundliche Nase mancher Varianten kann den harmonischen Gesamteindruck nicht stören. Die elegant geschwungenen Tragflächen und das keck aufragende Seitenleitwerk zeugen von aerodynamischer Raffinesse.

Besonders beeindruckend ist das ausgewogene Verhältnis zwischen den großen Propellerscheiben und der Gesamtgröße des Flugzeugs – es vermittelt auf den ersten Blick den Eindruck gewaltiger Leistung und hoher Geschwindigkeit. Die Mosquito ist der seltene Fall, bei dem ästhetische Perfektion und technische Brillanz eine untrennbare Einheit bilden.


2: Hawker Hunter

 Hawker Hunter

Die Beliebtheit der Hunter bei den Lesern überrascht nicht – sie verkörpert zeitlose Eleganz. Ihre harmonischen Kurven verzichten auf aggressive Gestaltungselemente und schaffen stattdessen eine perfekte aerodynamische Form.

Der legendäre Flugzeugkonstrukteur Sydney Camm, bereits Schöpfer der Hurricane, entwickelte die Hunter als Evolution seiner Sea Hawk. Beide Konstruktionen teilen charakteristische Merkmale: Die elegant integrierten Lufteinlässe an den Flügelwurzeln, die geschmeidige Linienführung der Rumpfnase und die ausgewogene Form der Cockpithaube.


2: Hawker Hunter

 Hawker Hunter

Das charakteristische geschwungene Heck der Hunter – ein Merkmal, das sich später auch in der Hawk T1 wiederfindet – steht beispielhaft für die britische Luftfahrtphilosophie: Aerodynamische Perfektion hatte stets Vorrang vor Fertigungsvereinfachung. Diese gebogene Form war zwar aufwendiger in der Produktion, bot aber entscheidende strömungstechnische Vorteile. Eine Philosophie, die nicht nur der Leistung, sondern auch der Ästhetik diente – denn aerodynamisch optimierte Formen sind oft auch für das Auge besonders ansprechend.

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Einige Kritiker merken an, dass die Hunter nicht aus jedem Blickwinkel gleich überzeugend wirkt. Der hintere Rumpfabschnitt sei möglicherweise etwas zu langgestreckt geraten. Doch angesichts der insgesamt gelungenen Proportionen sind dies bestenfalls Randnotizen in der Erfolgsgeschichte eines der schönsten Kampfflugzeuge seiner Zeit.


1: Supermarine Spitfire

1F

Die komplexen Kurven der Spitfire bereiteten den Produktionsingenieuren Kopfzerbrechen, beeindruckten aber jeden Betrachter. Im direkten Vergleich mit ihrem Hauptgegner, der kantig-zweckmäßigen Messerschmitt Bf 109, wird dieser Kontrast besonders deutlich. Die Spitfire wirkte wie ein reinrassiges Rennpferd der Lüfte.

Ihr markantestes Merkmal war der elliptische Flügel, der sich harmonisch von der Wurzel zur Spitze verjüngte. Diese Form gilt nicht nur als ästhetischer Höhepunkt des Flugzeugbaus, sondern war auch aerodynamisch optimal. Einige spätere Versionen erhielten zwar verkürzte Flügelspitzen für bessere Tiefflug-Eigenschaften, was ihnen ein kompakteres, muskulöseres Aussehen verlieh.


1: Supermarine Spitfire

 Supermarine Spitfire

Die aerodynamische Perfektion der Spitfire hatte ihre Wurzeln im Rennflugzeugbau – befreit von den Kompromissen früherer Wasserflugzeug-Konstruktionen konnte ihre Form noch reiner der Geschwindigkeit folgen. Dass eine schwimmtaugliche Version der Spitfire Mk IX mit 607 km/h zum schnellsten Wasserflugzeug des Zweiten Weltkriegs wurde, unterstreicht die Qualität des Grundentwurfs.

Die Evolution der Spitfire spaltete die Enthusiasten. Während die einen die klassische Eleganz der frühen Merlin-Versionen bevorzugen, schätzen andere die kraftvolle Erscheinung der späteren Griffon-Varianten. Doch die wahre Schönheit der Spitfire erschließt sich nicht allein durch ihre Form – sie ist die Summe aus historischer Bedeutung, ihrer sprichwörtlichen Wendigkeit und dem unverwechselbaren Klang ihrer Motoren.

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